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The Golden Circle

The Golden Circle

The Golden Circle

Ein Abend, der alles zusammengebracht hat

Vergangenen Samstag durften wir wieder zu The Golden Circle im Van der Valk Hotel Berlin-Brandenburg einladen – gemeinsam mit Krøhan & Bress. Ein Abend, der genau das geliefert hat, was wir uns erhofft hatten: starke Produkte, ehrliche Gespräche und eine Atmosphäre, die trägt.

Früher Start, klare Idee

Noch bevor der erste Gast eingetroffen ist, standen wir schon vor dem Hotel: Dirk Draheim, Merten Krøhan und ich. Ein kurzer Moment in der Sonne, ein letzter Abgleich – und dann rein ins Geschehen.

Aufbau, Abstimmung, Gläser, Zigarren, Spirituosen. Jeder Handgriff sitzt irgendwann einfach. Und trotzdem ist es jedes Mal wieder dieser kleine Fokus vor dem Start.

Ankommen mit Wirkung

Schon der Weg in die Havana Bar hatte an diesem Abend etwas Besonderes. Dirk hatte ein großes Display von Padrón Cigars dabei – präsent, aber genau richtig dosiert.

Man hat sofort gespürt: Das wird heute kein „normales“ Tasting.

Begrüßung – anders als sonst

Gegen 18 Uhr waren die meisten Plätze besetzt, die Gespräche liefen bereits. Zeit für die Begrüßung.

Heiko war diesmal nicht vor Ort – sondern auf Reisen. Aber wie man ihn kennt, hat er sich trotzdem eingebracht. Per Videobotschaft. Und nicht irgendwoher, sondern direkt von den Feldern bei Padrón Cigars.

Ein starker Moment, der sofort für Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Der Ablauf – bewusst anders gedacht

Was diesen Abend besonders gemacht hat, war die Dramaturgie.

Nicht erst Essen und dann Genuss – sondern parallel. Die Zigarren liefen den gesamten Abend über, wurden begleitet, ergänzt, weitergedacht. Kein „jetzt rauchen wir“, kein „jetzt trinken wir“ – alles ist ineinander geflossen.

Die Struktur war klar:
Ein Glas, ein Gang.

Jeder Whisky wurde bewusst vorgestellt, verkostet – und direkt im Anschluss folgte der passende Gang aus der Küche. So konnte man das Pairing nicht nur theoretisch verstehen, sondern unmittelbar erleben.

Der Einstieg

Wir starteten mit der Padron Classic Maduro Corticos – kompakt, direkt, mit klassischen Maduro-Noten: Erde, Kaffee, eine leichte Süße.

Im Glas dazu der Singleton 18 Jahre. Rund, weich, elegant. Genau der richtige Einstieg, um den Gaumen zu öffnen, ohne ihn zu überfordern.

Kurz danach folgte das erste kulinarische Statement – das Amuse-Bouche. Und sofort wurde klar: Hier ist nichts zufällig kombiniert.

Steigerung mit Gefühl

Mit der Padron 1964 Anniversary Series Classic Exclusivo Toro wurde es dann deutlich komplexer. Gereifte Tabake, box-pressed, viel Tiefe und Struktur.

Dazu der Johnnie Walker Blue Label – weich, vielschichtig, mit dieser typischen Balance aus Rauch, Süße und Eleganz.

Direkt im Anschluss kamen die nächsten Gänge aus der Küche – und man hat gemerkt, wie sich alles gegenseitig trägt. Kein Bruch, kein Stilwechsel, sondern ein sauberer Übergang.

Tiefe und Charakter

Im weiteren Verlauf wurde es intensiver.

Die Padron 1964 Anniversary Series Maduro Exclusivo Toro brachte nochmal mehr Tiefe ins Spiel – dunkler, kraftvoller, mit Noten von Schokolade, Erde und Röstaromen.

Im Glas dazu der Talisker Distillers Edition. Maritime Würze, Rauch, gepaart mit einer feinen Süße aus der Sherryfass-Nachreifung.

Und wieder: Glas, dann Gang.

Wachtel, Fisch, Fleisch – jeder Teller fügte sich nahtlos in das ein, was zuvor im Glas passiert ist.

Das Finale

Als viele schon dachten, der Abend würde langsam ausklingen, kam noch eine Überraschung.

Ein Lagavulin 16 Jahre zum Abschluss.

Kräftig, torfig, mit dieser markanten Tiefe, die im Raum stehen bleibt. Genau der richtige Schlusspunkt für einen Abend, der sich konsequent aufgebaut hat.

Begleitet vom Dessert – sauber abgestimmt, nicht zu süß, nicht zu schwer.

Küche & Service

Was das Ganze auf ein anderes Level gehoben hat, war die Leistung der Küche und des Service-Teams im Van der Valk Hotel.

Jeder Gang kam genau im richtigen Moment. Unaufdringlich serviert, präzise abgestimmt auf das, was gerade im Glas war.

Ein großes Dankeschön an Küche, Küchenchef und Service – das war handwerklich und organisatorisch richtig stark.

Die Stimmung im Raum

Mit rund 35 Gästen war der Raum voll – im besten Sinne.

Genug Nähe für Gespräche, genug Bewegung für Dynamik. Die Zigarren qualmten, die Kulinarik wurde diskutiert, Eindrücke wurden geteilt.

So entsteht ein Abend, der nicht nur konsumiert wird, sondern in Erinnerung bleibt.

Ein großes Dankeschön geht an:

Und auch wenn Heiko nicht vor Ort war – präsenter hätte er kaum sein können.

Fazit

The Golden Circle funktioniert genau dann, wenn alles ineinandergreift.

Zigarre, Glas, Teller.
Gespräch, Atmosphäre, Timing.

Am Samstag war das der Fall.

Und ja – wir waren voll.

Der Raum.
Und die Mägen.

Schlusswort

Zum Abschluss bleibt vor allem eines: Dankbarkeit.

Dafür, dass es noch Orte gibt, an denen genau solche Abende möglich sind. Orte, an denen man sich Zeit nimmt. Für Gespräche, für Details, für das, was wir alle an dieser Kultur schätzen.

Und ja – auch dafür, dass wir das gemeinsam erleben dürfen. Nicht selbstverständlich.

In diesem Sinne:
Vielen Dank an alle, die dabei waren – und an alle, die solche Abende möglich machen.

Beste Grüße
Sven

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