Wir sind fassungslos über die Pläne zur Zigarrensteuer!
Liebe Genießerinnen und Genießer, liebe Freunde des Fachhandels,
es gibt Momente, in denen uns schlichtweg die Worte fehlen. Was derzeit in den Berliner Ministerien unter dem Deckmantel von „Gesundheitsschutz“ und „Haushaltskonsolidierung“ ausgeheckt wird, macht uns fassungslos und wütend. Es ist kein moderater Steuerschritt mehr – es ist ein gezielter, existenzieller Vernichtungsschlag gegen eine jahrhundertealte Genusskultur und den gesamten mittelständischen Fachhandel.
Wir sind sprachlos über die Dreistigkeit, mit der handwerkliche Tradition zugunsten plumper Haushaltslöcher geopfert werden soll.
Eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag im Bundestag sieht vor, die Wertsteuer auf Zigarren und Zigarillos von 1,47 % auf 21,05 % anzuheben. Das ist eine astronomische Steigerung um das 14-Fache (+1.332 %)!
Wer Zigarren mit Zigaretten vergleicht, hat Genuss nicht verstanden
Die Argumentation der Politik, man müsse „ungesunde Lebensweisen in Rechnung stellen“ (so Kanzleramtsminister Thorsten Frei), entlarvt die völlige Unkenntnis der Realität. Es macht uns fassungslos, wie hier argumentiert wird:
Kein Jugendprodukt: Eine handgerollte Premium-Zigarre kauft sich kein 15-Jähriger auf dem Schulhof. Zigarren- und Pfeifenraucher sind im Schnitt über 35 Jahre alt, genießen gelegentlich, bewusst und entschleunigt.
Arbeitsintensive Handarbeit statt Bandstraße: Eine Longfiller-Zigarre besteht aus reinem Naturtabak und durchläuft hunderte Hände – von den Tabakbauern in Nicaragua, Honduras oder der Dominikanischen Republik bis zu den Rollerinnen in den Manufakturen. Wer dieses Produkt wie eine industriell gefertigte Massenzigarette besteuert, zerstört kleine Importeure und handwerkliche Familienbetriebe. Wir sind sprachlos über diese Ignoranz gegenüber internationalem Handwerk.
Plumpes Stopfen von Haushaltslöchern: Es geht hier nicht um Gesundheitspolitik. Es geht darum, dass der Staat klamm ist und das Geld derer abgreifen will, die sich abends eine Stunde Zeit für eine gute Zigarre nehmen.
Was das für euch als Genießer und für uns als Händler bedeutet
Wir sind fassungslos über die Konsequenzen. Wenn dieser Entwurf durchgeht, steigt der Preis einer 10-Euro-Zigarre rein durch die Steueränderung um über 2,00 Euro – bei einer 25-Euro-Zigarre kommen auf einen Schlag über 5,00 Euro reine Steuer obendrauf.
Für uns Fachhändler, Fachgeschäfte und Lounge-Betreiber bedeutet das:
Kunden werden in den Graumarkt oder ins Ausland abgedrängt.
Kleine Nischenmarken verschwinden komplett aus den Regalen, weil der Import unrentabel wird.
Der Fachhandel vor Ort – der Raum für Beratung, Gemeinschaft und Kultur bietet – verliert seine Existenzgrundlage. Wir sind sprachlos, dass die Politik das sehenden Auges in Kauf nimmt.
Jetzt handeln: Wir müssen der Politik klar sagen, wo die Grenze ist!
Wir wehren uns nicht gegen angemessene Anpassungen im Rahmen der Inflation. Aber wir akzeptieren keine Willkür, die eine ganze Branche opfert, um Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Unsere Sprachlosigkeit muss sich jetzt in lautem Protest entladen!
Die Brancheninitiative zigarrensindgenuss.de hat eine klare Kampagne gestartet: „Zigarren sind Genuss – Für ein Maß in der Tabaksteuer“. Auch die Kollegen im Fachhandel machen mobil, wie der aktuelle Aufruf im Cigarworld Blog zeigt.
Das kannst du JETZT tun (Dauer: 2 Minuten):
Gehe auf www.bundestag.de/abgeordnete und gib deine Postleitzahl ein.
Wähle die Direktabgeordneten deines Wahlkreises aus und klicke auf das Kontaktformular.
Fordere sie auf, handgefertigte Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak von dieser maßlosen Vervielfachung auszunehmen. Ein vorbereiteter Mustertext steht direkt auf zigarrensindgenuss.de bereit.
Wenn wir jetzt schweigend abwarten, wird der Genuss im Regal unbezahlbar gemacht. Lasst uns unsere Fassungslosigkeit in Aktion verwandeln und gemeinsam laut sein!
Mit tabakfreundlichen Grüßen,
Sven




1 Kommentar zu „Schluss mit der Heuchelei“
Petition: Keine weitere Steuererhöhung auf Zigarren
Wir fordern, von weiteren Steuererhöhungen auf Zigarren abzusehen. Die Zigarre steht für viele Menschen für bewussten Genuss, Tradition und Handwerkskunst – nicht für alltäglichen Konsum.
Schützen wir die Genusskultur, kleine Tabakfachgeschäfte und die persönliche Freiheit erwachsener Menschen.
Keine weitere Steuererhöhung auf Zigarren!