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Sommer, Sonne, Smoke & Suds

Sommer, Sonne, Smoke & Suds

Sommer, Sonne, Smoke & Suds: 56 Aficionados auf Bötzow

Gestern Nachmittag stand ich kurz vor 17 Uhr im Augustiner Biergarten auf dem Bötzow-Areal. Das Thermometer zeigte stramme 30 Grad, die Sonne brannte unbarmherzig.. Ich gebe ehrlich zu: Für einen Moment hatte ich die Befürchtung, dass es schlicht zu heiß für guten Zigarrengenuss sein könnte.

Diese Sorge löste sich glücklicherweise extrem schnell auf.

Kühles Bier, Haxen und beste Stimmung

Nach und nach füllte sich unser Areal im Biergarten. Am Ende saßen wir mit 56 Zigarrengenießern zusammen und haben von 17 bis weit nach 23 Uhr einen hervorragenden After-Work-Abend verbracht.

Ein kühles Augustiner direkt aus dem Fass war bei diesem Wetter der optimale Einstieg. Auf den Tischen landeten zügig die ersten Klassiker der Biergartenküche: knusprige Schweinshaxen und frische Weißwürste. Es wurde ordentlich geschlemmt, gelacht und bei bester Laune geraucht.

Gilbert de Montsalvat: Chunky und Magnum im Sommertest

Unser Partner Dirk Draheim von Kohlhase & Söhne hatte für den Abend Zigarren von Gilbert de Montsalvat mitgebracht. Wir hatten zwei Formate am Start, die hervorragend in diesen warmen Sommerabend passten.

Zum einen die Gilbert de Montsalvat Chunky. Ein kurzes Gordo-Format mit knackigen 102 mm Länge und einem mächtigen 60er Ringmaß. Das dicke Format sorgt vom ersten Zug an für kühlen, dichten Rauch. Geschmacklich ist die Chunky extrem zugänglich: Feine Holz- und Röstaromen treffen auf eine dezent nussige Note und ein wenig bittersüßen Kakao. Trotz des voluminösen Auftritts bleibt sie ausgewogen und ist perfekt für eine genussvolle Dreiviertelstunde.

Wer mehr Zeit mitbrachte, griff zur Gilbert de Montsalvat Magnum. Mit 152 mm Länge und einem 56er Ringmaß ist sie für gut 80 Minuten Rauchdauer ausgelegt. Das helle Connecticut-Ecuador-Deckblatt hüllt eine Einlage aus nicaraguanischen und dominikanischen Tabaken ein. Geschmacklich schlägt die Magnum eine etwas feinere Richtung ein: Ein wunderbar cremiges Rauchvolumen mit Nuancen von Kaffeebohnen, Toast und einer leicht süßlichen Holznote.

Beide Formate vereint ihre angenehme Milde bis mittlere Stärke. Genau das war bei 30 Grad ideal, weil der Rauch kühl blieb und den Gaumen bei der Hitze nicht überforderte.

Was hängen bleibt

Über die sechs Stunden hinweg hat sich wieder einmal gezeigt, was diese Treffen so besonders macht. Die Gespräche an den Tischen entstanden wie von selbst, Cutter und Feuerzeuge wanderten hin und her, und völlig fremde Menschen saßen zusammen, als würden sie sich seit Jahren kennen. Zigarren verbinden Menschen auf eine sehr ehrliche und entspannte Art.

Ein großes Dankeschön geht an Dirk Draheim für die fantastische Unterstützung vor Ort und an alle Gäste, die dabei waren. Als ich gegen 23 Uhr langsam die Tische räumte, war ich zwar spürbar müde, aber absolut glücklich und mit bester Laune auf dem Heimweg.

Mein Fazit

Lasst Euch nicht von hohen Sommertemperaturen vom Rauchen abhalten. Die Wahl des passenden Formats ist entscheidend: Wer eine kompakte Zigarre mit viel dichtem Rauch sucht, liegt bei der Chunky goldrichtig. Wer den Feierabend lieber in Ruhe ausklingen lassen möchte, greift zur eleganten Magnum.

Ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes Event mit euch!

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Schluss mit der Heuchelei

Wir sind fassungslos über die Pläne zur Zigarrensteuer!

Liebe Genießerinnen und Genießer, liebe Freunde des Fachhandels,

es gibt Momente, in denen uns schlichtweg die Worte fehlen. Was derzeit in den Berliner Ministerien unter dem Deckmantel von „Gesundheitsschutz“ und „Haushaltskonsolidierung“ ausgeheckt wird, macht uns fassungslos und wütend. Es ist kein moderater Steuerschritt mehr – es ist ein gezielter, existenzieller Vernichtungsschlag gegen eine jahrhundertealte Genusskultur und den gesamten mittelständischen Fachhandel.

Wir sind sprachlos über die Dreistigkeit, mit der handwerkliche Tradition zugunsten plumper Haushaltslöcher geopfert werden soll.

Eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag im Bundestag sieht vor, die Wertsteuer auf Zigarren und Zigarillos von 1,47 % auf 21,05 % anzuheben. Das ist eine astronomische Steigerung um das 14-Fache (+1.332 %)!

Wer Zigarren mit Zigaretten vergleicht, hat Genuss nicht verstanden

Die Argumentation der Politik, man müsse „ungesunde Lebensweisen in Rechnung stellen“ (so Kanzleramtsminister Thorsten Frei), entlarvt die völlige Unkenntnis der Realität. Es macht uns fassungslos, wie hier argumentiert wird:

  1. Kein Jugendprodukt: Eine handgerollte Premium-Zigarre kauft sich kein 15-Jähriger auf dem Schulhof. Zigarren- und Pfeifenraucher sind im Schnitt über 35 Jahre alt, genießen gelegentlich, bewusst und entschleunigt.

  2. Arbeitsintensive Handarbeit statt Bandstraße: Eine Longfiller-Zigarre besteht aus reinem Naturtabak und durchläuft hunderte Hände – von den Tabakbauern in Nicaragua, Honduras oder der Dominikanischen Republik bis zu den Rollerinnen in den Manufakturen. Wer dieses Produkt wie eine industriell gefertigte Massenzigarette besteuert, zerstört kleine Importeure und handwerkliche Familienbetriebe. Wir sind sprachlos über diese Ignoranz gegenüber internationalem Handwerk.

  3. Plumpes Stopfen von Haushaltslöchern: Es geht hier nicht um Gesundheitspolitik. Es geht darum, dass der Staat klamm ist und das Geld derer abgreifen will, die sich abends eine Stunde Zeit für eine gute Zigarre nehmen.

Was das für euch als Genießer und für uns als Händler bedeutet

Wir sind fassungslos über die Konsequenzen. Wenn dieser Entwurf durchgeht, steigt der Preis einer 10-Euro-Zigarre rein durch die Steueränderung um über 2,00 Euro – bei einer 25-Euro-Zigarre kommen auf einen Schlag über 5,00 Euro reine Steuer obendrauf.

Für uns Fachhändler, Fachgeschäfte und Lounge-Betreiber bedeutet das:

  • Kunden werden in den Graumarkt oder ins Ausland abgedrängt.

  • Kleine Nischenmarken verschwinden komplett aus den Regalen, weil der Import unrentabel wird.

  • Der Fachhandel vor Ort – der Raum für Beratung, Gemeinschaft und Kultur bietet – verliert seine Existenzgrundlage. Wir sind sprachlos, dass die Politik das sehenden Auges in Kauf nimmt.

Jetzt handeln: Wir müssen der Politik klar sagen, wo die Grenze ist!

Wir wehren uns nicht gegen angemessene Anpassungen im Rahmen der Inflation. Aber wir akzeptieren keine Willkür, die eine ganze Branche opfert, um Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Unsere Sprachlosigkeit muss sich jetzt in lautem Protest entladen!

Die Brancheninitiative zigarrensindgenuss.de hat eine klare Kampagne gestartet: „Zigarren sind Genuss – Für ein Maß in der Tabaksteuer“. Auch die Kollegen im Fachhandel machen mobil, wie der aktuelle Aufruf im Cigarworld Blog zeigt.

Das kannst du JETZT tun (Dauer: 2 Minuten):

  1. Gehe auf www.bundestag.de/abgeordnete und gib deine Postleitzahl ein.

  2. Wähle die Direktabgeordneten deines Wahlkreises aus und klicke auf das Kontaktformular.

  3. Fordere sie auf, handgefertigte Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak von dieser maßlosen Vervielfachung auszunehmen. Ein vorbereiteter Mustertext steht direkt auf zigarrensindgenuss.de bereit.

Wenn wir jetzt schweigend abwarten, wird der Genuss im Regal unbezahlbar gemacht. Lasst uns unsere Fassungslosigkeit in Aktion verwandeln und gemeinsam laut sein!

 

Mit tabakfreundlichen Grüßen,

Sven