Rauch, Holz & jede Menge gute Laune
Ein Abend mit Kugel, Kante und Charakter
Manchmal braucht es gar nicht viel: Ein paar gute Zigarren, kalte Getränke, eine altehrwürdige Kegelbahn – und schon wird aus einer spontanen Idee ein richtig starker Abend.
Am 23. Juli 2025 fand unser erstes Zigarrenkegeln statt. 16 Aficionados trafen sich mitten im Prenzlauer Berg, um gemeinsam zu rauchen, anzustoßen, zu fachsimpeln – und zu kegeln. Klingt ungewöhnlich? War’s auch. Und genau deshalb war es so besonders.
Von der Idee zur Kugel
Als wir den Plan für dieses Event geschmiedet haben, wollten wir einfach mal etwas anderes ausprobieren. Weg vom klassischen Tasting, rein in eine lockere, fast schon nostalgische Atmosphäre. Also: Zigarre an, Bahn frei – und schauen, was passiert.
Die Location wird an dieser Stelle nicht genannt – der Betreiber mag’s lieber diskret. Aber eins kann ich sagen: urig, charmant, mit Charakter. Eine der ältesten Kegelbahnen der Stadt, exklusiv für uns reserviert. Besser geht’s nicht.
Zwei Formate, ein Blend: VZ Danlí von M.K.Söhne
Mit dabei war Dirk Draheim von M.K.Söhne – und der hatte was Feines im Gepäck: die neuen VZ Danlí Zigarren, und zwar gleich in zwei Formaten – Robusto und Toro. Ein und derselbe Blend, aber durch Länge und Ringmaß zwei ganz eigene Erlebnisse.
Für unsere Gäste war das eine tolle Möglichkeit, direkt zu vergleichen: Wie verändert sich das Rauchverhalten? Wie entwickeln sich Aromen? Die Robusto war kräftig, direkt, mit spürbarem Körper. Die Toro dagegen etwas eleganter, ausgewogener, mit einer Spur mehr Tiefe. Zwei Perspektiven auf dieselbe Idee – und jede für sich überzeugend.
Gut Holz – oder auch mal nicht
Natürlich wurde nicht nur geraucht, sondern auch gekegelt. Und wie!
Der erste Kegler zum Beispiel hat gleich mal einen Start hingelegt, der sich sehen lassen konnte: zwei Würfe, zwei Neuner. Da war die Messlatte gesetzt. Ich selbst habe dafür in meiner dritten Runde gleich dreimal eine Ratte fabriziert – was soll man sagen, manchmal ist die Bahn einfach gegen einen. Aber hey: Es ging ja nicht um Punkte, sondern um den Spaß. Und den hatten wir reichlich.
Kein Tasting, sondern ein Abend
Was mir persönlich wichtig war: Der Abend sollte nicht durchgetaktet sein. Kein festes Programm, keine Bühne, keine Show. Einfach ein entspannter Rahmen, in dem man sich wohlfühlt. Zigarren im Mittelpunkt, aber nicht im Rampenlicht. Gespräche auf Augenhöhe, mit Zeit für Genuss – und zwischendurch eben auch ein paar Kugeln, die über die Bahn rollen.
Und das hat wunderbar funktioniert. Es wurde geredet, gelacht, probiert, verglichen – und niemand musste irgendwas. Wer wollte, rauchte. Wer mochte, kegelte. Wer einfach nur genießen wollte, ließ die anderen machen. Genau so sollte es sein.
Danke – und bis bald?
Für uns Tabakfreunde war das Zigarrenkegeln ein voller Erfolg. Kein großes Event, kein Tamtam – sondern einfach ein richtig schöner Abend unter Gleichgesinnten. Ein Abend, der Lust auf mehr gemacht hat.
Deshalb: Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir Kugeln rollen und Zigarren glühen lassen. Wer beim nächsten Mal dabei sein möchte, hält am besten die Augen offen – wir sagen Bescheid, wenn es weitergeht.
Bis dahin: Bleibt entspannt, bleibt neugierig – und genießt jede Zigarre, als wär’s die erste.
Euer Sven



